Die Freiwillige Feuerwehr von Kienitz Nord

Früher musste in jeder Gemeinde die Sicherung der Volkseigenen Güter sicher gestellt werden. Darum wurde auch in Kienitz Nord eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Feuerwehrmänner der "ersten Stunde" waren u.a. der Gastwirt Max Rudert und der Neubauer Richard Heyse (Bild), die im Jahre 1950 die Freiwillige Feuerwehr gründeten.  Die Idee und die Pläne, zur Aufstellung einer Löschgruppe, wurden jedoch schon ein Jahr früher geschmiedet. Rudert die Nachfolge der einstigen Gutsfeuerwehr an. 18 Männer und 8 Jugendliche waren von Beginn an dabei. Später kamen noch eine Reihe von weiteren männlichen, aber auch eine stattliche Anzahl weiblicher Feuerwehrfrauen, dazu. Zu Beginn waren nur wenige Ausrüstungsgegenstände zur Brandbekämpfung vorhanden. Die erste Motorspritze wurde mit einem Sack Getreide, der als Zahlungsmittel diente, im Nachkriegs-Berlin, eingetauscht. Später stand ein Tragkraftspritzenanhänger zur Verfügung, der im Einsatzfall von einem Traktor der damaligen LPG, zum jeweiligen Einsatzort gezogen wurde. Ab 1985 kam der Garant, Bj.1956 dazu. Heute verfügt die Feuerwehr über ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug, vom Typ "Sprinter" (Baujahr 1997), der das altersschwache Löschfahrzeug "Garant" ersetzte. Die Kameraden der FF Kienitz Nord sind ein leistungsstarkes Team, das sich in den letzten Jahren durch Neuzugänge im Altersdurchschnitt verjüngt hat. Um die Feuerwehrkameraden auf ihren Einsatz möglichst gut vorzubereiten, war es notwendig einen geeigneten Ort zu errichten, um die geforderte Ausbildung durchführen zu können. Daher liefen seit einigen Jahren die Vorbereitungen für den Bau eines Versammlungs- und Schulungsraumes. 2002 ging es endlich los. Das Geld war da und die Bereitschaft der Kameraden zum anpacken groß. Im Oktober, rechtzeitig zum Winter war es endlich soweit. Der Schulungsraum ist nun fertig.

Einsätze in der Vergangenheit.

Unvergessen sind auch heute noch die Brandeinsätze in den 50ger Jahren, als das Sägewerk bei der Hafenmühle ein Raub der Flammen wurde. Auch die Brandnacht, bei der die Häckselstrohmiete der LPG, bei der damaligen Hühnerfarm bei Kienitz Nord, 1970 abbrannte. Der Wohnhausbrand in den Kienitzer Loose im Winter 1981/82, als die Schläuche einfroren. In der jüngeren Geschichte mussten die Feuerwehrmänner zu einem Großbrand ausrücken, als die Werkstatthallen eines Landwirtschaftsbetriebes in Flammen standen. Auch Einsätze der technischen Hilfeleistung wurden bewältigt. So mussten die Kameraden, in der Nacht zum Samstag den 29.07.2005 gegen 02:17 Uhr, ihren Schlaf unterbrechen. Durch eine Windrose wurde ein Ast eines Straßenbaumes abgerissen und in ein Auto geschleudert. Nur durch großes Glück wurde keine Person ernsthaft verletzt.  

Der 23.11.2002 war der Tag, an dem die Kameraden, das in vielen Stunden in Eigenleistung, und mit großer Unterstützung Ortsansässiger Baufirmen, das umgebaute Gerätehaus übernehmen konnten. In der Ansprache zur Einweihung, die ein Vertreter aus der Amtsverwaltung vortrug, wurden die Leistungen der Firmen und die der Kameraden hervorgehoben. Auch wurden einige Kameraden wegen Ihren besonderen Leistungen Befördert. Es war ein toller Abend. Zu Beginn diesen Jahres wurde ein neuer Durchgang des Grundlehrganges, Truppmann Teil 1 durchgeführt.  Dieser Grundlehrgang wurde von allen Teilnehmern in Theorie und Praxis mit guten Leistungen absolviert. Schon im Herbst gleichen Jahres wurde die Ausbildungseinheit Truppführer begonnen und abgeschlossen. 

2004 begingen die Kameraden ihren 55sten Gründungstag. An diesem Tag wurde auch der Feuerwehr - Gemeindeausscheid der Großgemeinde Letschin ausgetragen, bei den alle in der Gemeinde Letschin befindlichen Ortsfeuerwehren teilnahmen und um um die besten Plätze stritten.

Bereits fünf Jahre später wurde noch einmal gefeiert. Nun stand das 60. Gründungsjubiläum an. Aus diesem Grunde wurden alle umliegenden Gemeindefeuerwehren abermals zum Kräftemessen eingeladen. Gleich zweimal "versemmelten" die Kameraden ihrem Wettkampf und die Chance auf einen der oberen Plätze.  Aber, "So ist das Leben. Wir haben uns gut auf diesen Wettkampf vorbereitet. Die Zeiten waren immer OK.  Egal, heute feiern wir unser Jubiläum". So die einstimmige Meinung der Kienitzer "Fireman". 

Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kienitz Nord e.V.

Am 27.April 2007 fanden sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kienitz Nord, in ihrem  Feuerwehrgerätehaus zu einer Veranstaltung ein, die zum Ziele hatte einen Förderverein für die Feuerwehr zu gründen.  Jeder Bürger kann Mitglied im Förderverein werden. Lesen Sie   mehr  auf folgender Seite.

 
Helfen Sie mit Brände zu verhüten und melden Sie Brände
umgehend der Feuerwehrleitstelle Frankfurt /O.
Tel.: 112 oder 0335-19222