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Kienitz (Amt) Nord

Kienitz Nord

Koppe
Kienitz Nord entwickelte sich erst nach dem 2. Weltkrieg aus dem früheren Gutsherrenbesitz Koppe (1782 - 1863). Man nannte viele Jahre Kienitz Nord auch Kienitz Amt (wegen dem Domänen Amt), wie es bei den älteren Einwohnern noch heute zu hören ist. Johann Gottlieb Koppe war ein visionär wenn es um die moderne Landwirdschaft ging. Moderene Schafzucht und eine Zuckerfabrik, die die nun im schweren Boden des Oderbruchs angebauten Zuckerrüben verarbeiten sollte, kamen nach und nach hinzu. und prägten bald die Region.

Nach dem 2.Weltkrieg war hier die russische Kommandantur ansässig. Dies konnte man noch vor ein paar Jahren an den Schriftzügen einer Hauswand, in der Oderstraße, erkennen. Unmittelbar am alten Gutshausgelände, das zu DDR- Zeiten als Schuhfabrik der Firma "Goldpunkt" Berlin genutzt und ausgebaut wurde, befindet sich die alte Parkanlage. Hier hatte Koppe eine kleine Anlage geschaffen, in der man noch heute Blumen blühen sehen kann. Noch in den siebziger und achtziger Jahren wurden in diesem Park viele Feste gefeiert.  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kienitz Nord
Das ehemalige Kulturhaus
haben zum damaligen Zeitpunkt hunderte Aufbaustunden geleistet, damit das Parkgelände für Ortsfeste genutzt werden kann. Viele Kienitzer können sich noch heute daran erinnern, als las man noch zu den, damals durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kienitz Nord veranstalteten Feste ging. In der jüngeren Vergangenheit überließ man das Gelände der Natur. Im Jahre 1994 wurde die Produktion von Schuhen einhestellt, die Produktionsstätten der Schuhfabrik durch das Stammhaus "Goldpunkt Berlin" abgebaut und nach Berlin verlagert.
Bild: Kulturhaus Kienitz Nord ca. 1980
In der jüngeren Vergangenheit überließ man das Gelände der Natur. Noch vor wenigen Jahren konnten Findige noch hier und da verwilderte Blumengewächse betrachten, die zur Zeiten der Koppes dort gepflanzt wurden. Derzeit sind noch Überreste des alten Gutsgeländes vorhanden und warten auf ein Wiedererwachen aus einem jahrzehntelangen Schlaf. Immer  wieder lagen Hoffnungen darin, dass man eine Alternative zur Nutzung des Geländes und derer Gebäude finden können, aber nur zuoft wurde dies aus Kostengründen aufgegeben.

  Die neuesten Informationen zur Folge hat sich ein ortsansässiger Betrieb dazu entschlossen einen Teil des Geländes zu endwickeln. Teile der alten Produktionshallen werden einer neuen Nutzung zugeführt und das alte Gutshaus wird ebenfalls eine Rekonstruktion erfahren, sodass auch hier wieder neues Leben einzieht. Mehr können wir an dieser Stelle noch nicht schreiben, da sich das Projekt noch im Anfangsstadium befindet. Wir wünschen dem neuen Besitzer gute Erfolge bei diesem nicht gerade kleinen Projekt.

MAS
Im hinteren Bereich wurde im Jahre 1950 eine Maschinen Ausleihstation, kutz -MAS-, eingerichtet. Dort sollten die wenige nach dem Krieg erhaltenen und beschaffte Landwirdschaftstechnik, zusammengeführt um die an die Bauern verleihen zu können. Einige Jahre später wurde aus der -MAS- die -MTS-, die Maschinen und Traktoren Station. Ende der sechsiger Jahre brauchte man keine eigenständige Ausleihstation für die Landtechnik mehr, sondern man benötigte eine Reparaurwerkstatt, die die in den vergangenen Jahren angeschaffte Technik zeitnah und kostengünstig instandsetzen konnte.
Bild: Ausfahrt der Maschinenausleihstation Kienitz, Tochweg Kienitz Nord. 


K700 auf dem KFL Kienitz
Dieser Betrieb hieß -KFL- Kraftfahrbetrieb für Landtechnik, in dem bis Anfang der neuniger Jahre Landmaschinen und Traktoren der umliegenden  Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschafften (LGP´en) repariert und gewartet wurden.  Nach der politischen Wende wurden die LPG´en in Agrargenossenschafften umgewandelt, weil diese Art von Betrieb in der althergebrachten Form so nicht mehr mit anderen gleichartigen Betrieben konkurieren konnte. Durch den Wegzug und der Schließung vieler Betriebe verringerte sich auch die die Einwohnerzahl auf etwa 521 (Stand 2011).
Bild: Sammelstelle für die neuen K700 Großtraktoren auf dem Gelände des KFL Kienitz Nord.

Schule in Kienitz Nord
In Kienitz Nord wurde auch ein Schulbetrieb aufrechterhalten. In der damaligen Schule, im heutigen Glieningweg gelegen, wurden damals Kinder aus den Familien unterrichtet deren Eltern auf dem Gut und Ländereien vom Gutbesitzer J.G. Koppe,  und kurze Zeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs auf den ansässigen Betrieben oder unweit Ölmühlen arbeiteten. Auf dem Bild links ist eine Ölmühle abgebildet, die in den letzten Kriegstagen zerstörtwurde. Im Hintergrund kann man die das Gebäude erkennen, indem damals die Schule untergebracht war.
Bild: Blick Ölmühle und Schule am heutigen Glieningweg in Kienitz Nord gelegen. 
  Kienitz Nord verblieb bis heute in einem eher verschlafenen Charakter. Ein paar privat geführte Kleinunternehmen und die Freiwillige Feuerwehr sind dennoch Teil des Ortes geblieben. So befinden sich u.a. 2 Dachdeckerbetriebe, 1 Baubetrieb, eine Fensterbaufirma und ein Hofladen der ausschließlich mit allem was man aus dem Schaf herstellen lässt, handelt zum Ort. Erst im Jahre 2017 konnte man Mithilfe einer Straßenbaufirma die bislang unbefestigten Wege, den Glieningweg und der Gartenweg mit einer Deckschicht aus gebrauchtem Asphalt überzogen werden, was den Leuten und Anwohnern sehr gefiehl. Nun sind auch die Spaziergänge über diese Wege auch bei Regenwetter trockenen Fußes zu bewältigen.

Hinzu kommen eine Reihe von Privatanbieter die für Touristen das ganze Jahr gute und preiswerte Unterkünft anbieten. Landschaftliebende Touristen sind zu jeder Zeit gern gesehende Gäste, die von hier aus verschiedene Routen mit dem Fahrrad oder zu Fuß wählen können. Kienitz besitzt zwar keine großen Einkaufsmöglichkeiten, Kinos, Schwimmbäder oder lärmende Verkehrswege, doch genau dies ist es was viele Menschen aus Nah und Fern suchen. Die Ruhe finden und eine stresslose Zeit zu verbringen, ganz ohne den täglichen "Wahsinn" eben.

Kienitz Nord
             
Bild: Blick Ortseingang Kienitz Nord














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